SZ 14.02.2026
09:57 Uhr

Eiskunstlauf: Der schwarze Tag des Eisprinzen


Zwei Jahre lang war Ilia Malinin ungeschlagen, er beherrscht als einziger Eiskunstläufer den schwierigsten Sprung der Welt. Doch in Mailand zerbricht seine Kür wie Glas. „Ich habe es verbockt“, sagt er – und versucht, eine Erklärung zu finden.

Eiskunstlauf: Der schwarze Tag des Eisprinzen
Ilia Malinin betrat als Führender nach dem Kurzprogramm als Letzter das Eis in Mailand. Nach der  Kür konnte er seine Enttäuchung nicht verstecken. (Foto: Andreas Rentz/Getty Images)

Erst ein paar Monate ist es her, dass Ilia Malinin einen Blick in seine Seele gab. Er war erst 20, zweimaliger Weltmeister, seit zwei Jahren ungeschlagen, und vollführte Sprünge auf dem Eis wie kein anderer. Als „Quad-God“, Gott der Vierfachen, hatte er sich einmal jugendlich-übermütig selbst bezeichnet. Inzwischen nannte ihn so die halbe Welt. „Ich glaube, manchmal, wenn wir vor Publikum laufen, denken alle, dass wir Roboter sind oder Computeranimationen“, sagte er damals einem Olympia-Onlineportal: „Aber wir sind alle Athleten. Was wir veranstalten, erfordert eine Menge mentale Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer. Und dann soll es für die Juroren auch noch leicht aussehen.“ Im Nachhinein liest es sich wie die Bitte, im Fall der Fälle milde mit ihm umzugehen.

Ein Trainingsunfall hätte die Olympiateilnahme der Paarläufer Annika Hocke und Robert Kunkel fast verhindert. In den Medaillenkampf mit Minerva Hase und Nikita Volodin werden sie wohl nicht eingreifen können. Aber was macht das schon?

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