Stellvertretend für den Aufschwung nennt Joachim Stempfle den Spieleverlag Amigo. 1980 gegründet, wurde die Firma mit Sitz im hessischen Dietzenbach durch den Vertrieb des Kartenspiels „Uno“ bekannt, ehe ihr der US-Branchenriese Mattel die Rechte daran wegschnappte. Aktuell vertreibt Amigo Pokémon-Sammelkarten. Das Geschäft damit gehe seit Monaten durch die Decke, „plus mehr als 80 Prozent“, sagt Stempfle. Damit sei die kleine Firma mit ihren etwa 75 Beschäftigten und einem Umsatz im niedrigen dreistelligen Millionenbereich in diesem Jahr einer der Haupttreiber im deutschen Spielwarengeschäft, sagt Joachim Stempfle, Branchenspezialist beim Marktforscher Circana.
