Wenn EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos von ihrem Brüsseler Schreibtisch aufschaut, hat sie den Fortschritt immer im Blick. An der Wand gegenüber hängt eine riesige Tafel, darauf eine Tabelle mit Ampelsystem. Die Spalten sind markiert mit den Flaggen Montenegros, Albaniens, der Ukraine und weiterer Länder, die teils schon seit Jahrzehnten der EU beitreten wollen. Horizontal sind die 35 Kapitel abgebildet, über die jeder Kandidat mit der Kommission verhandeln muss. Für Montenegro stehen bereits 18 davon auf Grün, bis Jahresende sollen alle abgeschlossen sein: Das kleine Balkan-Land könnte bald das jüngste EU-Mitglied werden. „Dies wird der Herbst der Erweiterung“, verspricht Kos.
