Es ist so, als wäre Karsten Wildberger wirklich da. Also in echt. Man muss das dazu sagen, weil normalerweise aus der Ferne zugeschaltete Gäste – neudeutsch remote – auf Konferenzen eine Zumutung sind. Verkraftbar, wenn es sich um den geflüchteten Edward Snowden nach den NSA-Enthüllungen oder anderweitig schwer zu bekommende Gäste handelt, aber ansonsten eine Zumutung. Diesmal ist das anders, und es ist sehr passend, weil sich der deutsche Digitalminister auf dem Digitalgipfel der Süddeutschen Zeitung zugeschaltet hat. Noch wichtiger für die Güte der Verbindung ist aber vermutlich, von wo der Herr Minister sich meldet, nämlich vom Mobile World Congress in Barcelona, also dem weltweiten Klassentreffen der Netzbetreiber. Vielleicht wollten die auch nur zeigen, wo der Hammer hängt, ein bisschen angeben mit Bandbreiten und Latenzen. Es ist gelungen.
