SZ 26.06.2026
00:24 Uhr

Deutschland in der Einzelkritik: Neuer sieht ein bisschen alt aus


Der deutsche Torwart macht keine vorteilhafte Figur – wird allerdings von Abwehrchef Tah mehrmals im Stich gelassen. Dafür schießt Sané tatsächlich ein Tor. Das DFB-Team in der Einzelkritik.

Deutschland in der Einzelkritik: Neuer sieht ein bisschen alt aus
Vorbeigefischt: Gonzalo Plata (Nr. 19) stochert den Ball mit langem Bein vor Manuel Neuer ins deutsche Tor. ANGELA WEISS/AFP

Bezog auch im dritten Spiel den angestammten Posten, obwohl deutsche Torwartrechtler einen Dankeschön-Einsatz von Oliver Baumann gefordert hatten. Der Bundestrainer wies den moralisierenden Antrag sachlich zurück: Es sei zu wichtig, dass sich Neuer ins Turnier hineinspiele. Doch auch sein erstes WM-Comeback-Spiel in Textmarker-Rosé half Neuer nicht dabei, mit einer weißen Weste nach Hause zu gehen. Die Ecuadorianer hatten nicht einmal gegen Curaçao getroffen, gegen Neuer war gleich der erste Schuss drin. Den Torwart traf daran – auch diesmal – keine Schuld. Sah in der 72. Minute beim Herauslaufen nicht gut aus, das lag aber nicht daran, dass er vorbeigegriffen hatte, sondern dass Tah ihm den Ball wegspitzelte. Auch beim 1:2 gab Neuer kein vorteilhaftes Bild ab, weil er etwas zu spät kam. Doch auch in dieser Szene war Tah ihm keine Hilfe.

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