SZ 06.03.2026
13:04 Uhr

Der Wolf in Deutschland: Er hat ein echtes Imageproblem


Die wenigsten haben ihn schon gesehen, aber alle haben eine Meinung von ihm – und dank der Brüder Grimm meist keine gute. Dabei erzählt der Umgang mit ihm mehr über die Menschen als über das Tier.

Der Wolf in Deutschland: Er hat ein echtes Imageproblem
Der Mensch bewundert die Schönheit des Wolfs am liebsten im Fernsehen. Arne Dedert/picture alliance/dpa

Er muss schon ein listiges, skrupelloses Kerlchen sein, dieser Wolf. Mal frisst er Kreide, damit seine Stimme mütterlich klingt, mal verkleidet er sich als Großmutter. Und am Ende frisst er, wen er so überlistet hat: Seien es sechs wehrlose Geißlein oder Mädchen mit einem roten Käppchen. So jedenfalls ist der Wolf Generationen von Kindern begegnet, seit die Brüder Grimm ihn zur Hauptfigur ihrer Märchen machten. Seither hat der Wolf ein echtes Imageproblem. Wäre er ein Politiker, er gälte wohl als unwählbar. Stattdessen ist er Gegenstand von Politik.

Jäger dürfen künftig zwischen Juli und Oktober auf das Wildtier anlegen. Dass der Bundestag dies kurz vor der Wahl in Baden-Württemberg entscheidet, ist vermutlich kein Zufall. Die CDU freut sich.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: