SZ 02.01.2026
11:10 Uhr

Darts-WM: Luke Littler und die nervigen Germans


Zwischen dem englischen WM-Titelverteidiger und dem deutschen Darts-Publikum kriselt es schon länger. Warum Fans aus der Bundesrepublik in der Szene wichtig sind – aber nicht zwingend beliebt.

Darts-WM: Luke Littler und die nervigen Germans
„Ihr bezahlt für Tickets, und ihr bezahlt mein Preisgeld“: Luke Littler reagiert auf die Pfiffe gegen ihn. (Foto: John Walton/PA Wire/dpa)

Von der amerikanischen Baseballlegende Reggie Jackson ist ein wunderbarer Gedanke überliefert: „Fans buhen keine Unbekannten aus.“ Diese Erfahrung macht derzeit auch der 18 Jahre alte Darts-Weltmeister Luke Littler auf dem Weg der Titelverteidigung. Am Neujahrsabend wurde er vor seinem Viertelfinalsieg gegen den Polen Krzy­szto­f Ratajski im Londoner Alexandra Palace von Teilen des Publikums erneut mit lauten Pfiffen empfangen. Um die Zuschauer zurückzugewinnen, mit denen er sich eine Runde zuvor heftig überworfen hatte, applaudierte Littler den Fans direkt nach seinem Walk-on vor Beginn des Matches demonstrativ respektvoll zu. Mit dieser Geste habe er den Menschen in der Halle bewusst signalisieren wollen, dass er sie auf seiner Seite wissen wollte, erklärte er später.

In einer Halle, in der ohnehin jeder über die Stränge schlägt, fällt die zweitgrößte Zuschauergruppe besonders auf: über das unrühmliche Benehmen von deutschen Fans im Ally Pally.

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