Ungemein erleichtert wirkte Bernd Neuendorf, als er am frühen Mittwochabend in Nyon in der Zentrale von Europas Fußball-Union (Uefa) auf die Bühne trat. Da konnte sich der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes als Sieger fühlen, weil der Kampf um die Ausrichtung der Frauen-EM 2029 erfolgreich gewesen war – und das sogar unerwartet souverän. Deutschland 15, Schweden/Dänemark 2, Polen 0, das war das amtliche Ergebnis. Der Vorstand der Uefa hatte sich wohl nahezu geschlossen dafür entschieden, dem zentralen inhaltlichen Argument der DFB-Werber zu folgen: einer EM in großen Stadien von München bis Dortmund – und insbesondere der Aussicht auf ein finanziell erfolgreiches Turnier.
