SZ 04.03.2026
19:34 Uhr

Buchhandlungspreis: „Wir werden gerichtlich gegen den Verfassungsschutz vorgehen“


Der Göttinger Buchladen „Rote Straße“ sollte den Deutschen Buchhandlungspreis bekommen. Doch wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ strich Wolfram Weimer ihn von der Nominierungsliste. Mechthild Röttering, eine der Geschäftsführerinnen, fragt sich, ob sie je erfahren wird, warum.

Buchhandlungspreis: „Wir werden gerichtlich gegen den Verfassungsschutz vorgehen“
118 Buchhandlungen sollten eigentlich den Deutschen Buchhandlungspreis bekommen. Doch Wolfram Weimer ließ drei von ihnen von der Nominierungsliste streichen. Frank Rumpenhorst/dpa

Der Buchladen „Rote Straße“ in Göttingen ist eine von 118 Buchhandlungen, die in diesem Jahr von der Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis ausgewählt worden war. Ausgezeichnet wurden aber nur 115. Drei, darunter auch der Buchladen aus Göttingen, waren zuvor von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von der Liste gestrichen worden, weil zu ihnen „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ vorgelegen hätten, wie Weimers Haus der SZ mitteilte. Dass der Verfassungsschutz Buchhandlungen ausleuchtet, von denen bislang keine bekannte Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung ausging, ist schon an sich erstaunlich. Noch erstaunlicher ist, dass der Anlass dafür eine Preisnominierung ist. Ein Anruf bei Mechthild Röttering, einer der beiden Geschäftsführerinnen des Buchladens.

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