SZ 06.03.2026
17:12 Uhr

Brauereien: „Tradition zahlt keine Rechnungen“


In Deutschland, dem Land mit den meisten Brauereien weltweit, wird immer weniger Bier getrunken. Viele Hersteller kämpfen ums Überleben oder müssen schließen.  Ein Brauer in Mittelfranken wagt dennoch den Neustart. Was treibt ihn an?

Brauereien: „Tradition zahlt keine Rechnungen“
Neu eröffnet, der Krise zum Trotz: die Pröls-Brauerei in Weißenburg. Uwe Ritzer

Um ein Haar wäre im letzten Moment noch alles gescheitert. Ein Sattelschlepper hatte die neue Sudanlage vor die Brauerei transportiert, doch das Mordstrumm von Maschine passte nicht durch das niedrige Tor. Also klopften Christopher Pröls und seine Helfer ein paar Zentimeter Mauer weg. Es reichte trotzdem nicht. Blieb nur, die Edelstahl-Anlage über den rauen Steinboden hineinzuschieben, mit dem Risiko, dass sie beschädigt wird. Dann war da plötzlich die Idee mit den Schweineschwarten. „Die haben wir daruntergelegt“, erzählt Pröls. „Durch das enorme Gewicht und die Reibungswärme löste sich das Fett aus den Schwarten, und die Anlage ließ sich auf dem Schmierfilm ohne einen Kratzer an Ort und Stelle schieben.“

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