SZ 27.01.2026
12:30 Uhr

Bayern: Wintereinbruch: Nach Schnee droht nun Glätte


Der Schnee sorgt vor allen in Franken für eine Vielzahl von Unfällen und Einschränkungen. Nun droht Glatteis - lokal sogar unwetterartig.

Bayern: Wintereinbruch: Nach Schnee droht nun Glätte

Nach massiven Behinderungen des Alltagslebens geht der Wintereinbruch nicht nur im tief verschneiten Nordbayern in die Verlängerung. Achtung: Es wird glatt! Am Dienstagabend gibt es zunächst in Unterfranken, in der Nacht dann in Franken und im Westen Bayerns Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) ankündigte. „Lokal unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen“, hieß es. In den übrigen Landesteilen erwarten die Meteorologen zum Teil Glätte durch überfrierende Nässe. Und auch Neuschnee dürfte vielerorts fallen.

So könnten bis zum Mittwochvormittag im nördlichen Franken gebietsweise bis zu fünf Zentimeter Neuschnee hinzukommen, kündigte der DWD an. In Schwaben soll der Schneefall am Mittwochmittag einsetzen, im Allgäu könnte es bis zum Abend dann ebenfalls fünf Zentimeter schneien. Bereits zuvor dürfte es in den Alpenhochlagen stürmische Böen geben, in Föhntälern wurden Böen um 50 Stundenkilometer erwartet.

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Am Dienstag hatte der Wintereinbruch vor allem im Norden Bayerns weiterhin für geschlossene Schulen in mehreren Landkreisen und Städten sowie für Behinderungen verschiedenster Art gesorgt. Neben gesperrten Straßen gab es nicht nur Stromausfälle und Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. Mancherorts wurde auch der Müll nicht abgeholt, andernorts blieben die Friedhöfe geschlossen.

Auf den Straßen blieb es dennoch zunächst vergleichsweise ruhig. Die Unfallwelle sei am Montagabend abgeebbt, hieß es von den Polizeipräsidien. Gleichwohl kam es zu zahlreichen Blechschäden, bei mehreren Zusammenstößen waren Leichtverletzte zu beklagen. Einige wenige Kollisionen endeten für die Beteiligten auch im Krankenhaus.

Besonders schlimm traf es einen Radfahrer, der im oberfränkischen Bamberg durch einen abbrechenden Ast lebensgefährlich verletzt wurde. Dieser war laut Polizei am Montagabend wohl aufgrund der starken Schneelast herabgestürzt. Der 41-Jährige erlitt schwerste Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus notoperiert.

Weil eine sichere Beförderung der Kinder und Jugendlichen nicht zu gewährleisten war, fiel in mehreren Landkreisen und Städten erneut der Präsenzunterricht aus. Dazu gehörten laut einer Liste des Kultusministeriums die Landkreise Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Bamberg, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Fürth und Kitzingen. Auch die Grundschule Pilsach im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz war darunter. Keinen Präsenzunterricht in den Schulen gab es auch in den Städten Erlangen, Bamberg, Nürnberg und Fürth. In vielen Fällen wurden Notbetreuungen eingerichtet. Bereits am Montag war in zahlreichen Landkreisen der Unterricht teilweise oder ganz entfallen.

Trotz der Witterungsverhältnisse blieb es auf den Straßen in der Nacht zu Dienstag vergleichsweise ruhig, wie die Polizeipräsidien berichteten. Zwar kam es zu einer Vielzahl von Blechschäden, allein in Unterfranken rückten die Streifen mit Schwerpunkt im Raum Würzburg zwischen Montagabend und Dienstagmorgen zu rund 200 Einsätzen aus. Bei rund 90 davon handelte es sich um Unfälle. Dabei wurden einige Beteiligte leicht verletzt.

Auch in Oberfranken blieb es trotz zahlreicher Unfälle bei einer Handvoll Leichtverletzten, in Niederbayern ging es ebenfalls glimpflich aus. In der Oberpfalz wurden zunächst keine Unfälle seit dem Abend bekannt. Die Straßen seien frei, hieß es aus dem Präsidium.

Richtig schwere Unfälle hingegen wurden nur vereinzelt bekannt. So rutschte schon am Montagvormittag in Kulmbach ein 28-Jähriger mit seinem Auto gegen eine Mauer. Er wurde in dem Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Im oberpfälzischen Neukirchen beim Heiligen Blut schleuderte am Montagnachmittag eine 27-Jährige mit ihrem Auto eine höhere Böschung herab und prallte gegen mehrere Bäume. Sie kam mittelschwer verletzt in ein Krankenhaus.

In Würzburg verhinderte die Witterung, dass der Straßenbahn- und Busverkehr am Morgen wie gewohnt aufgenommen wurde. Auch im Stadt- und Landkreis Forchheim kam es zu Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr. Im Landkreis Bamberg blieben die Wertstoffhöfe wegen der starken Schneefälle geschlossen. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt sowie in Nürnberg konnte die Müllabfuhr ihre Runden nicht drehen, während sie im Landkreis Forchheim den Betrieb wieder aufnahm.

Am Montagmorgen verbreitete sich in weiten Teilen Nordbayerns die Nachricht: Der Präsenzunterricht entfällt. Was aber bedeutet das konkret: Fällt die Schule aus? Oder sind die Schulen seit Corona gerüstet für den digitalen Unterricht? Ein Überblick.

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