SZ 28.01.2026
09:43 Uhr

Australian Open: Die Tennisgötter meinen es gut mit Djokovic


Novak Djokovic steht auf skurrile Weise im Halbfinale: Erst entgeht er einer Disqualifikation, dann tritt sein Gegner nicht an, im Viertelfinale gibt sein Kontrahent nach 2:0-Satzführung auf – der Serbe kann es kaum glauben.

Australian Open: Die Tennisgötter meinen es gut mit Djokovic

Da stand Novak Djokovic, der Sieger dieser Viertelfinalpartie, und sah irritiert aus. Er schaute sehr ernst. Er musste erst seine Gedanken sortieren. Auch wenn dieser einmalige Djokovic seit gefühlt 1742 auf der Tennistour spielt und 700 Grand-Slam-Titel errang: So etwas hatte er selten erlebt, schon gar nicht an diesem Ort, der eine besondere Rolle in seiner Karriere einnimmt. Der Italiener Lorenzo Musetti dominierte zwei Sätze lang den zehnmaligen Champion der Australian Open. Der 23-Jährige aus der Toskana, ein Tennisästhet vom Feinsten, sah wie der sichere Gewinner aus. Seine Taktik: trickreich. Seine Schläge: ein Gedicht. Die einhändige Rückhand senste er oft genug als Slice vor die Füße Djokovics. Dann machte Musetti einen Schritt, es zog in seinen Oberschenkel. Er schaute gequält. Ein paar Punkte noch versuchte es Musetti, dann gab er auf. Da lautete das Ergebnis aus seiner Sicht 6:4, 6:3, 1:3, 15:40.

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