SZ 29.01.2026
14:39 Uhr

Außenpolitik: Merz versucht jetzt, ehrlich über Trump zu sprechen


Das Reden über den US-Präsidenten ist für jeden Regierungschef eine Herausforderung: Man muss sagen, was ist – ohne sich aber dessen Zorn leisten zu können. Dem Kanzler ist dies in seiner Regierungserklärung in Ansätzen gelungen.

Außenpolitik: Merz versucht jetzt, ehrlich über Trump zu sprechen
Er hielt eine Art Motivationsrede: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag im Bundestag. (Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP)

Zu den großen Herausforderungen jedes halbwegs herausgehobenen Politikers in der Welt gehört heute das Reden über Donald Trump.  Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat eben erst Berichte zurückgewiesen, wonach er sich nach einem Besuch beim US-Präsidenten in Mar-a-Lago schockiert gezeigt habe über dessen Geisteszustand. Das kann nicht überraschen. Der kleinen Slowakei und ihrem durch Anbiederung an Russland auffälligen Regierungschef würde der Zorn des launischen US-Präsidenten nicht gut bekommen. Trump verlangt, dass ihm nach Art turkmenischer Herrscher gehuldigt wird, wofür Nato-Generalsekretär Mark Rutte beeindruckende Maßstäbe gesetzt hat. Wer Seine Majestät beleidigt (und sei es nur durch die Beschreibung der Wirklichkeit), muss sich auf Folgen gefasst machen wie der kanadische Premierminister Mark Carney, der in Davos eine mutige Rede gehalten hat.

Der Bundeskanzler sieht Deutschland und den Kontinent einem rauen Wind in der internationalen Politik ausgesetzt. Dennoch könne Europa selbstbewusst sein, sagt er in einer Regierungserklärung.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: