SZ 15.01.2026
15:27 Uhr

Aktuelles Lexikon: Dreizehn


Die 13 gilt nicht überall als Unglückszahl, im arktischen Raum ist sie durchaus positiv konnotiert. In Grönland etwa, auch wenn die Menschen dort angeblich nur bis zwölf auf Grönländisch zählen.

Aktuelles Lexikon: Dreizehn
Die  Bundeswehr war schon in arktischen Regionen – hier bei einer Nato-Übung im Jahr 2024 im nordnorwegischen Alta. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Während die 13 hierzulande eher als Unglückszahl wahrgenommen wird, gilt sie im arktischen Raum als noch vollkommener als die Zwölf. Das hängt mit den 13 Vollmonden zusammen, die sich nicht jedes Jahr ergeben und daher als besonders empfunden werden. In der jüdischen Tradition hat Gott 13 Eigenschaften, die Maya zählten 13 Himmel, und auch dem Christentum müsste die 13 heilig sein, saßen beim letzten Abendmahl doch 13 Männer am Tisch. Die Bundeswehr hat jetzt 13 Soldaten als Teil des europäischen Erkundungsteams ins dänische Autonomiegebiet Grönland geschickt, vielleicht auch, weil die USA aus 13 Kolonien hervorgingen. Es könnte aber auch sein, dass die Bundeswehr nur zwölf Soldaten geschickt hat, denn bereits in einem berühmten Kinderbuch von Michael Ende behauptet eine Gruppe zwar „Die wilde 13“ zu sein, es sind aber nur zwölf. Für die Grönländer, die angeblich auf Grönländisch nur bis zwölf zählen (ab 13 zählen sie auf Dänisch), kann man nur hoffen, dass ihnen 13 deutsche Helfer reichen. In einem Lied der Sängerin Ina Müller aber wird behauptet: „13 Männer bräuchte jede Frau“. Unter anderem: „Einen zum Trösten, fünf zum Feiern, / einen, der zuhört, einen mit Eiern.“

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