SZ 17.02.2026
14:04 Uhr

(+) Zoff beim Curling: Die Schieber und Wischer haben ihre Unschuld verloren


Schimpfwörter, Gekeife, höhnisches Gelächter: In den Curling-Duellen ist ungewohnt viel Druck auf dem Kessel – auch die Referees scheinen überfordert zu sein.

(+) Zoff beim Curling: Die Schieber und Wischer haben ihre Unschuld verloren

In den Satzungen des schottischen Muthill Curling Clubs, abgefasst 1739, ist festgehalten, dass jeder Fluch mit zwei Shilling Strafe belegt wird. Paragraf 4: „Kein Mitglied darf über die Fehler eines Mitspielers sprechen oder die Offiziellen kritisieren.“ Die Vorgaben wurden über die Jahrhunderte so bereitwillig respektiert, dass Curling zum weltweiten Vorzeigesport heranwuchs: Fairplay selbstverständlich. Bescheißen ausgeschlossen.

Während sich Trump Käfigkämpfe im Weißen Haus wünscht, feiern sie in der Olympiastadt Cortina d’Ampezzo einen Sport, der in allem der neuen, brüllaffenartigen Welt entgegensteht. Curling und die hohe Kunst, den Gegner zu achten.

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