SZ 25.01.2026
16:44 Uhr

(+) Wintersturm: Millionenfache Stromausfälle und teils „extrem gefährliche“ Reisebedingungen in den USA


Die Behörden rufen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen. Mehr als eine Million Haushalte sind ohne Strom, vor allem der Süden ist betroffen.

(+) Wintersturm: Millionenfache Stromausfälle und teils „extrem gefährliche“ Reisebedingungen in den USA

Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über große Teile der USA und soll am Sonntag auch New York, Philadelphia und die Hauptstadt Washington entlang der US-Ostküste erfassen.

Die Zahl der Stromausfälle steigt stetig: In den frühen Stunden des Sonntags waren landesweit bereits mehr als eine Million Haushalte ohne Strom, wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen sind Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag einsetzte, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Doch auch aus Alabama und Kentucky wurden bereits erste Ausfälle gemeldet.
Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise „lang anhaltenden Stromausfällen“ in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden - etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können. Seit Tagen warnen US-Meteorologen vor einem der wohl größten Winterstürme der vergangenen Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um im Ernstfall schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können.

Der Sender NBC News berichtete von gefühlten Temperaturen von minus 35 Grad Celsius in Teilen des Landes. Damit sei es ungewöhnlich kalt, selbst für diese Jahreszeit.

Heftige Schneefälle führen laut Behörden zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen, von denen einige mehrere Tage andauern könnten. Eisanlagerungen erzeugten teilweise „extrem gefährliche“ Reisebedingungen. Übers Wochenende seien mehr als 15 000 Flüge gestrichen worden, berichtet CNN.

Außerdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Straßenbedingungen teilweise gesperrt. Der Sender berichtete von mehreren Unfällen, etwa in Kentucky. Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen.

Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen. In Washington sind die Menschen außerdem dazu aufgerufen worden, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys aufzuladen. In New York bleiben am Montag die Schulen geschlossen, zudem sollten laut NBC News in allen fünf Bezirken Zentren eröffnet werden, in denen sich Anwohner aufwärmen können.

Das Jahr 2025 war erneut extrem warm. Es gehörte zu den drei heißesten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei spielten auch außergewöhnliche Phänomene an beiden Polen eine Rolle.

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