SZ 08.01.2026
12:43 Uhr

(+) „White Tiger“-Prozess in Hamburg: Grausamkeit ist ihre Währung


Shahriar J. war selbst noch ein Jugendlicher, als er andere Kinder unter dem Pseudonym „White Tiger“ gequält und in den Suizid getrieben haben soll. Kann ein Mann wegen Mordes verurteilt werden, der seine Macht nur im Internet ausgeübt hat?

(+) „White Tiger“-Prozess in Hamburg: Grausamkeit ist ihre Währung
Shahriar J. alias „White Tiger“ ist kein Einzeltäter, sondern Teil eines Netzwerks namens „764“. (Foto: imago images; Bearbeitung: SZ)

Er führte ein Leben, das Erfolg versprach. Shahriar J., ein schlaksiger junger Mann, wohnte bei seinen Eltern in einer guten Gegend Hamburgs, wo die Häuser große Fenster haben, weiße Fassaden und hohe Zäune davor. Sein Vater, ein Unternehmer, war mit seiner Familie nach Hamburg gezogen, um den beiden Söhnen dort eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Shahriar J., der jüngere der beiden, studierte hier Medizin.

Hinter vielen der Bombendrohungen gegen Schulen und öffentliche Gebäude soll eine Gruppe von Jungen stecken, die im Internet Menschen quält und Angst verbreitet – weil sie im echten Leben alles andere als allmächtig sind. Ein Blick in die Dunkelheit.

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