SZ 05.03.2026
12:52 Uhr

(+) Wettplattformen im Netz: „Es ist doch krank, dass das legal ist“


Ein Nutzer hat auf einer Wettplattform mit korrekten Prognosen zum Iran-Krieg mehr als eine halbe Million Dollar gewonnen. Da stellt sich die Frage: Wissen manche mehr als andere?

(+) Wettplattformen im Netz: „Es ist doch krank, dass das legal ist“

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zwischen den USA und Iran vor dem 30. Juni zu einem Waffenstillstand kommt: 70 Prozent. Vor dem 31. Mai: 66 Prozent. Ende April: 50:50. Nein, dies ist keine Einschätzung von Experten, keine Prognose eines Insiders – sondern Ergebnis der Wetten auf der Plattform Polymarket. Ja, man kann heutzutage auch auf Kriege wetten, auf das Datum des ersten Angriffs zum Beispiel: Auf Polymarket wurden insgesamt mehr als 500 Millionen Dollar auf verschiedene Vorhersagen gesetzt. Besonders interessant ist dabei der Account mit dem Namen Magamyman, der sich mit „Mach Amerika wieder großartig, mein Junge“ dechiffrieren und übersetzen lässt. Stand Mittwoch hat Magamyman mit richtigen Prognosen auf den Konflikt in Nahost bislang mehr als 540 000 Dollar verdient, und es wird mehr: Er hatte darauf gesetzt, dass Ali Chamenei bis 31. März nicht mehr Oberster Führer Irans sein werde. Chamenei wurde bei den ersten Angriffen getötet, dem Nutzer werden 132 318 Dollar Gewinn gutgeschrieben.

Kollektives Leiden als Geburtsmythos des Glaubens: Das ist der Kern der Schia. Warum ein Blick auf die zweitgrößte religiöse Strömung des Islam hilft, um besser zu verstehen, was nach dem Tod von Chamenei in Iran passiert.

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