Riesig und vielfältig sei sein „Betrachtungsraum“, so Oliver Jens Schmitt, Geschichtsprofessor an der Universität Wien, dennoch sei er von Politik und Forschung oft übersehen worden. Gemeint sind die an Russland grenzenden westlichen Länder von Norwegen bis Moldau. Gerade in Deutschland herrsche „ein Blick nach Osten vor, der zwischen Berlin und Moskau kaum etwas sehen will“. Weite Teile der deutschen Öffentlichkeit schauten mit „Furcht, Faszination und Bewunderung auf Moskau“. Die historischen Erfahrungen von Finnen, Skandinaviern, Balten, Polen, Belarussen, Ukrainern und Moldauern zählten weithin immer noch wenig.
