Die Klammer schloss sich vor der Ostkurve im Bremer Weserstadion, dort, wo der harte Kern der Anhängerschaft zusammenkommt. Und ebendort war sie vor Spielbeginn auch aufgerissen worden. Die Stimmung lag, nun ja, zwischen angespannt und aufgeheizt, als sich ein in schwarz gekleideter Mann das Stadionmikro schnappte und die Ausgangslage zusammenfasste. Jede Wut, jede Fassungslosigkeit sei berechtigt, rief er dem Publikum entgegen. Applaus und sichtbare Zustimmung unter ebenfalls in schwarz gekleideten Fans, die dahinterstanden. Der sogenannte „Capo“, der Chef, schob jedoch einen wohlmeinenden Appell hinterher: Es bringe nichts, sich zu zerfleischen, aufeinander einzudreschen. Es gehe nur gemeinsam. Die Fans des SV Werder hätten schon so manches Wunder bewirkt – was spreche gegen ein weiteres?
