SZ 20.08.2026
14:47 Uhr

(+) Weltwirtschaft: Weniger Kinder für mehr Wachstum?


Sinkt die Geburtenrate, schadet das der Wirtschaft, so die einhellige Meinung. Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoğlu kommt zu einem anderen Schluss. Er sagt, der Arbeitskräftemangel macht Firmen kreativer.

(+) Weltwirtschaft: Weniger Kinder für mehr Wachstum?

Die Bevölkerung altert, die Geburtenraten gehen zurück, dadurch entsteht Fachkräftemangel und weniger Nachfrage. Das, so befürchten viele Politiker und Wissenschaftler, würde die Investitionstätigkeit, die Staatsfinanzen und das Wirtschaftswachstum in Deutschland und anderen Staaten belasten. Doch der Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoğlu ist nun in einer Studie zu einem versöhnlichen Ergebnis gekommen: Rückläufige Geburtenraten müssten keinen negativen Einfluss auf das Wachstum haben. Im Gegenteil: Wenn Menschen fehlten, um Arbeiten auszuführen, würden Firmen kreativer und entdeckten neue technologische Lösungen.

Europa müsse endlich kapieren, in welchem Schlamassel die Wirtschaft steckt, meint der französische Ökonom Antonin Bergeaud. Er erklärt, warum die Produktivitätskrise unseren Wohlstand gefährdet – und damit auch die politische Stabilität.

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