SZ 08.02.2026
12:16 Uhr

(+) „Washington Post“: Jeff Bezos macht sich der Feigheit vor dem Präsidenten schuldig


Der Amazon-Milliardär zerstört die Traditionszeitung. Dabei geht es nicht um ein paar Millionen Dollar Verlust, sondern darum: Er möchte Trump eilfertig Beihilfe leisten zum Abbau der Demokratie.

(+) „Washington Post“: Jeff Bezos macht sich der Feigheit vor dem Präsidenten schuldig
Jeff Bezos’ Engagement bei der „Washington Post“ begann mit großem demokratischem Ernst, doch damit ist nun Schluss. (Foto: HEATHER DIEHL/Getty Images via AFP)

Ursprünglich mal wollte Jeff Bezos die Washington Post retten. 2013 kaufte er sie für 250 Millionen US-Dollar, investierte, hielt sich raus aus dem Redaktionsbetrieb. Und jetzt? Zerstört er sie. Nach den ersten Sparrunden und Eingriffen der vergangenen Jahre verkündete Chefredakteur Matt Murray, dass mehr als 300 der 800 Journalisten bis April ihren Job verlieren. In der Folge trat Herausgeber und Geschäftsführer Will Lewis zurück. Das ist ein Kahlschlag. Argumente für den Sparkurs finden sich schnell – Abos, Zugriffe und Einnahmen der Post befinden sich seit Jahren im Sinkflug. Zugleich kommt Druck von der Konkurrenz der digitalen Medien und auch der New York Times, die sich zur profitablen Weltzeitung gemacht hat. Doch es geht nicht ums Geld. Es geht darum, Donald Trumps Vorhaben zu flankieren. Der Präsident eskaliert die Strategie der Autokraten, Medien gleichzuschalten: Er will Medien ausschalten.

Charlie Duke brachte 1972 vom Mond Steine mit, die 4,5 Milliarden Jahre alt sind. Als bibeltreuer Christ glaubt er aber, dass die Schöpfung erst vor 6000 Jahren stattfand. Bleiben 4 499 994 000 Jahre und die Frage, ob die Menschheit wirklich immer schlauer wird.

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