SZ 13.12.2025
23:02 Uhr

(+) Verhandlungen in Berlin: Die nächsten Stunden könnten entscheidend sein für das Schicksal der Ukraine


Es ist schlecht für die Europäer, mit dem US-Sondergesandten und Putin-Freund Steve Witkoff verhandeln zu müssen. Noch schlechter wäre es nur, nicht mit ihm verhandeln zu können.

(+) Verhandlungen in Berlin: Die nächsten Stunden könnten entscheidend sein für das Schicksal der Ukraine
Vor Kurzem trafen sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij, der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (von links nach rechts) noch in London. (Foto: Kin Cheung/AP/dpa)

Es ist in diesen düsteren Zeiten verdammt schwierig geworden, zwischen guten und schlechten Nachrichten zu unterscheiden. Wenn die Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine an Fahrt gewinnen, dann klingt das zunächst gut – ebenso wie die Bereitschaft des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, seinen Unterhändler zu Ukraine-Gesprächen nach Berlin zu schicken. Zumal auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dort erwartet wird. Aber wie viel Gutes ist zu erwarten von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff? Also von dem Mann, der dem russischen Gewaltherrscher Wladimir Putin nach dem Mund redet und dessen Name für immer verbunden bleiben wird mit dem 28-Punkte-Plan für einen Diktatfrieden zu russischen Bedingungen? Es ist schlecht, mit Witkoff verhandeln zu müssen. Noch schlechter wäre im Moment nur, nicht mit ihm verhandeln zu können.

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