SZ 24.11.2025
07:54 Uhr

(+) Unwetterwarnung: Glatteis in Teilen Bayerns – Tote und Verletzte bei Unfall in der Oberpfalz


Der Wetterdienst hatte vor glatten Straßen gewarnt: In der Oberpfalz kollidieren auf der rutschigen Autobahn 93 mehrere Fahrzeuge. Mindestens drei Menschen sterben.

(+) Unwetterwarnung: Glatteis in Teilen Bayerns – Tote und Verletzte bei Unfall in der Oberpfalz

Bei einem Unfall auf der Autobahn 93 bei Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz sind mindestens drei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Nach bisherigen Polizeierkenntnissen waren zwei Lastwagen und ein Auto in den Unfall am frühen Morgen verwickelt. Die Unfallursache war zunächst unklar, laut Polizei war es auf der Autobahn wetterbedingt glatt.

Ein Polizeisprecher berichtete am Morgen von zwei lebensgefährlich Verletzten. Zudem gebe es mehrere leicht- bis mittelschwer verletzte Menschen. Zur Identität der Unfallopfer konnte er zunächst nichts sagen. Ein Gutachter sei zur Klärung der Unfallursache vor Ort.

Womöglich gibt es laut Polizei weitere beteiligte Fahrzeuge, dies war aber noch nicht sicher. Mindestens ein weiterer Lastwagen und ein Auto könnten in den Unfall verwickelt sein, dies müsse aber noch ermittelt werden.

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Die Autobahn nördlich von Regensburg wurde nach dem Unfall zwischen 2 und 3 Uhr morgens in Fahrtrichtung Regensburg gesperrt. Dies werde auch noch mehrere Stunden so bleiben, sagte der Sprecher. Umleitungen seien eingerichtet worden, aber diese seien schon überlastet.

Nach bisherigen Polizeierkenntnissen saßen in einem verunglückten Auto sechs Menschen. Der Unfall ereignete sich etwa 150 Meter vor der Anschlussstelle Ponholz. Nördlich davon werde der Verkehr an der Anschlussstelle Teublitz von der Autobahn geleitet. Es gebe Verkehrsbehinderungen, sagte der Sprecher.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits am Sonntag eine Unwetterwarnung für Teile des Freistaats und Teile Baden-Württembergs herausgegeben. Auch am Montagfrüh warnen die Meteorologen, es könne auf Bayerns Straßen noch sehr glatt sein - vor allem durch gefrierenden Regen im südlichen Mittelfranken bis nach Ober- und Niederbayern. Der Bayerische Wald sei nicht betroffen. In der Nacht zum Dienstag könnte sich in Niederbayern und dem östlichen Oberbayern beim Übergang von Regen in Schnee erneut Glatteis bilden. Auch in Franken sei dies bei leichtem Nieselregen möglich. In den Mittelgebirgen und an den Alpen wird es laut DWD stürmisch, auf hohen Gipfeln gibt es vereinzelt orkanartige Böen bis 110 Stundenkilometern.

Mancherorts schneit es heute weiter, insbesondere im Bayerischen Wald, wo bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet werden. Vom Fichtelgebirge bis zur Oberpfalz könnten drei bis fünf Zentimeter fallen. Von Schwaben bis nach Mittelfranken könnte es anhaltend regnen.

In der Nacht zum Dienstag erwartet der DWD Schnee südlich von Augsburg bis München sowie in Niederbayern, im Oberland und entlang des Inns. Im Oberallgäu könnten es bis zu 20 Zentimeter werden. In Franken und Niederbayern ist gefrierender Nieselregen möglich - Glatteisgefahr.

Die Temperaturen sind nicht mehr ganz so frostig wie am Wochenende - von leichten Plusgraden bis leichtem Dauerfrost ist alles dabei.

Neben dem schweren Unfall auf der A 93 haben glatte Straßen auch auf der A9 in Mittelfranken in der Nacht zu einem Unfall geführt. Wie die Polizei mitteilte, kam ein Lastwagen bei Hienberg in Fahrtrichtung München aufgrund spiegelglatter Fahrbahn von der Straße ab und rutschte in den Graben. Der Fahrer blieb unverletzt.

Wegen erheblicher Straßenglätte setzt die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) in der Nacht zum Montag ihren gesamten Busverkehr im Stadtgebiet aus. Wie die WVV mitteilte, fahren die Linienbusse und auch die Nachtbusse bis zum Betriebsende nicht mehr. Die Straßenbahnlinien sind von der Maßnahme nicht betroffen und verkehren weiter nach regulärem Fahrplan. Nach aktuellem Stand soll der Busverkehr am Montagmorgen mit Betriebsbeginn wieder aufgenommen werden.

Vielerorts werden Liftanlagen aus Mangel an Schnee stillgelegt. Doch das kleine Dorf Mitterfirmiansreut im Bayerischen Wald rüstet mit neuen Liften und Schneekanonen auf. Kann das in Zeiten des Klimawandels gut gehen?

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Gutscheine: