SZ 30.12.2025
16:12 Uhr

(+) USA: Trump kämpft in Venezuela nicht gegen Drogen, sondern um Hegemonie


Erstmals hat Washington einen Hafen angegriffen und damit seinen alten Anspruch als Vormacht auf dem Kontinent bekräftigt. Ähnliches machten schon frühere US-Präsidenten. Doch etwas ist neu.

(+) USA: Trump kämpft in Venezuela nicht gegen Drogen, sondern um Hegemonie
Der amerikanische Präsident hat bestätigt, dass die USA ein Hafengebiet in Venezuela attackiert haben, angeblich ein „Drogenumschlagplatz“. (Foto: Alex Brandon/AP)

Eine Ungeheuerlichkeit, empörend ist die Drohnenattacke der USA auf eine Hafenanlage irgendwo an der venezolanischen Küste – oder auch nur auf einen windschiefen Bootssteg, genau weiß man es bisher ja nicht. Völkerrechtlich ist der Angriff auf das Territorium eines souveränen Staates nicht zu rechtfertigen, nicht einmal als Präventivschlag gegen eine Bedrohung, der man hätte begegnen müssen, ehe sie unbeherrschbar geworden wäre. So zynisch es klingt: Mit dem mörderischen Schiffeversenken der vergangenen Wochen haben die Vereinigten Staaten bewiesen, dass sie sich der vermeintlichen Gefahr durch die Drogenboote zu erwehren wissen. Aber darum ging es gar nicht mit diesem Angriff.

Vor der Küste Venezuelas beschlagnahmen die USA einen Tanker, der nach ihren Angaben „in ein illegales Öltransportnetzwerk“ verstrickt sein soll. Die Aktion ist eine weitere Eskalation im Konflikt mit dem Regime in Caracas.

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