Eine Ungeheuerlichkeit, empörend ist die Drohnenattacke der USA auf eine Hafenanlage irgendwo an der venezolanischen Küste – oder auch nur auf einen windschiefen Bootssteg, genau weiß man es bisher ja nicht. Völkerrechtlich ist der Angriff auf das Territorium eines souveränen Staates nicht zu rechtfertigen, nicht einmal als Präventivschlag gegen eine Bedrohung, der man hätte begegnen müssen, ehe sie unbeherrschbar geworden wäre. So zynisch es klingt: Mit dem mörderischen Schiffeversenken der vergangenen Wochen haben die Vereinigten Staaten bewiesen, dass sie sich der vermeintlichen Gefahr durch die Drogenboote zu erwehren wissen. Aber darum ging es gar nicht mit diesem Angriff.
