Nein, die Tiraden von US-Vizepräsident J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz waren nicht bloß Geschwätz. Vance verriet, was die Regierung Donald Trumps von ihren europäischen „Freunden“ hält – nicht viel. Durch die neue US-Sicherheitsstrategie ist es nun sogar amtlich: Das Weiße Haus sieht die Europäer weniger als Verbündete, mit denen es Werte und Interessen teilt, sondern vielmehr als einen Haufen Probleme, der die Annäherung zwischen Washington und Moskau stört. Europa ist demnach zu offen für Migration, undemokratisch gegenüber rechten Parteien, stur und verblendet im Ukraine-Krieg. Die USA, einst Erfinder des transatlantischen Bündnisses, gründen ihre Strategie heute auf Verachtung für Europas Regierende.
