SZ 09.12.2025
14:55 Uhr

(+) Tschechien: Seinen rechten Arm hat er schon zum Hitlergruß erhoben


Filip Turek ist Ehrenvorsitzender der Autofahrer-Partei, die Teil der neuen Regierung in Prag sein wird. Er sah sich schon als tschechischer Außenminister. Und jetzt? Kommt alles anders.

(+) Tschechien: Seinen rechten Arm hat er schon zum Hitlergruß erhoben
Vielseitiger Populist: Hier trägt Hobby-Rennfahrer Filip Turek ein Regenbogen-Abzeichen am Mantel. Zu anderen Gelegenheiten beleidigt er Minderheiten. (Foto: Ondrej Deml/Imago/CTK Photo)

Filip Turek sah sich eigentlich schon als neuer Außenminister Tschechiens. Seine Autofahrer-Partei „Motoristé sobě“ wird Teil der neuen Koalitionsregierung in Prag sein, geführt von dem Populisten Andrej Babiš, der am Dienstag vom Präsidenten zum Premier ernannt wurde. Als Außenminister, das ließ Turek also schon im November wissen, werde er die militärische Unterstützung für die Ukraine reduzieren. Humanitäre Hilfe werde noch geleistet, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin werde man „pragmatisch und im Sinne der Wahrung nationaler Interessen“ verhandeln. Aus Turek spricht sein Gönner und Förderer Václav Klaus, der frühere Präsident Tschechiens. Dieser betreibt ein eigenes politisches Institut und unterstützt die Autofahrer-Partei. Vordergründig bekennt sich Turek gern zu Nato und EU. Nur müsse sich die EU eben grundlegend verändern. Hin zu mehr Souveränität der Mitgliedstaaten. Auch darin ist er sich mit den Rechts- und Linkspopulisten und Nationalisten in anderen Ländern einig. Für Turek gilt: Tschechien zuerst.

Tschechiens künftiger Ministerpräsident Babiš will sich von seinem Firmenimperium trennen, das hohe EU-Subventionen erhält. Präsident Pavel sieht aber noch andere Probleme bei der Regierungsbildung.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Gutscheine: