SZ 04.12.2025
13:13 Uhr

(+) Tiere: Erst mal den Rausch ausschlafen


Ein Waschbär säuft in einem US-amerikanischen Schnapsladen ab, ein Elch wird „Wort des Jahres“ in Österreich, und die Asiatische Tigermücke fühlt sich besonders wohl am Oberrhein.

(+) Tiere: Erst mal den Rausch ausschlafen

Drunk Raccoon, US-Waschbär, hat es zum neuen Medien-Liebling geschafft. Das Tier war von einem Mitarbeiter eines Spirituosen-Geschäfts nahe Ashland im US-Bundesstaat Virginia gleich neben der Toilette gefunden worden, wo es seinen Rausch ausschlief. Der Waschbär war laut Nachrichtenagentur AP nachts in den Laden eingedrungen, hatte sich dort über ein Flaschenregal hergemacht und anschließend aus Scotch- und Whisky-Pfützen getrunken. Eine Tierschutzmitarbeiterin nahm „Drunk Raccoon“ mit, ließ ihn sich in Ruhe ausnüchtern und schenkte ihm anschließend wieder die Freiheit.

Emil, Elch, erfreut auch weiterhin Österreich. Mit klarer Mehrheit wurde „Elch Emil“ bei einer Online-Abstimmung zum österreichischen „Wort des Jahres“ gewählt. Das erkläre sich durch die wochenlange nationale und internationale mediale Aufmerksamkeit, „die dem Geweihträger auf seiner Wanderung durch Nieder- und Oberösterreich zuteilgeworden ist“, erklärten die Initiatoren laut der Katholischen Nachrichtenagentur. Das Jungtier war im Sommer durch Tschechien gewandert und legte danach in Österreich mehr als 500 Kilometer zurück. Als Emil auf die Autobahn zu klettern drohte, wurde er betäubt und in den Böhmerwald transportiert. In den sozialen Medien entstanden während seiner Wanderung Gruppen von Fans, die sich über Sichtungen des „Kult-Elchs“ austauschten und Fotos und Videos teilten. Gefolgt wird „Elch Emil“ bei der Wortwahl von „Veggie Würstl“ und „Rindfleischetikettierungsgesetz“.

Aedes albopictus, 21 Tage (durchschnittliche Lebenserwartung), Asiatische Tigermücke, fühlt sich wohl am Oberrhein. Das Insekt sei im Südwesten Deutschlands mittlerweile in mehr als 200 Kommunen nachgewiesen, berichtet die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) laut der Deutschen Presseagentur. Die exotische Art sorge jedoch zunehmend für gesundheitliche Sorgen bei Menschen, es gebe bereits erste Fälle der Infektionskrankheit Chikungunya in der Oberrhein-Ebene. Die effiziente Bekämpfung der Tigermücke mit dem biologischen Wirkstoff Bti scheitere oft am fehlenden Geld in den Kommunen.

Die Scholle, deutscher Plattfisch, könnte zum beliebtesten Weihnachtsessen 2025 werden. Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt Scholle aus der Ostsee neben 14 weiteren Fischarten für ein nachhaltiges Weihnachtsmenü. Entsprechend ihrer jetzt neu veröffentlichten „Guter-Fisch-Liste“, mit der Verbraucher ihren Einkauf abgleichen können, werden auch Flunder und Kliesche (Fanggebiet: Kattegat, Belte, Öresund und Ostsee; Fanggerät: Reusen und Fallen) sowie Miesmuscheln aus Leinenkultur (Fanggebiet: Nordostatlantik), Seelachs aus der Barentssee (gefangen mit Umschließungs- und Hebenetzen) sowie viele andere Fischarten für den nachhaltigen Weihnachtsverzehr empfohlen.

Hunde werden oft nach Ästhetik angeschafft, wie ein Accessoire. Der Preis für das angezüchtete Kindchenschema: Atemnot und Schmerzen. Ein Gespräch mit dem Tierpathologen Achim Gruber, der das Leid seziert.

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