SZ 07.12.2025
02:37 Uhr

(+) Thomas Gottschalk: Der unprätentiöse Abschied einer Legende


Mit einem letzten Auftritt auf der heiligen Samstagabend-Bühne verabschiedet sich Thomas Gottschalk aus dem deutschen Fernsehen. Es ist ein gelungenes Adieu – auch weil sich der Entertainer und die anderen Studiogäste zu viel Melancholie verkneifen.

(+) Thomas Gottschalk: Der unprätentiöse Abschied einer Legende

Wenn einer, der immer da war, seinen Abschied ankündigt, ist das ein bewegender Moment – zumal wenn dieser Wegbegleiter schwer angeschlagen ist. Dann schauen alle hin, beim letzten Auftritt. Wie wird er sich halten? Diese Frage kann von jemandem gestellt werden, der einen morbiden Kitzel in sich aufsteigen fühlt – aber genauso von jemandem, der ehrlich mitempfindet. Neugier und Besorgnis wohnen manchmal im selben Haus.

Am 5. Dezember 1995 wurde die erste „Harald Schmidt Show“ gesendet: Sie startete schwächer als die vorherigen Versuche, David Letterman zu kopieren – und wurde zum Besten, was auch in Deutschland „Late Night Show“ heißt. Warum nur?

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