Schon erstaunlich, wie schnell Laurent Hilaire die sommerlichen Abgänge seines Bayerischen Staatsballetts ersetzt hat. Während die nach Wien abgewanderten Stars nun edelmanikürte Klassik tanzen, hat der Münchner Ballettdirektor junge Kräfte ans Haus geholt und sie ohne viel Aufhebens an die Spitze befördert. Etwa Elisabeth Tonev, die 2024 den Konstanze-Vernon-Preis gewonnen und schon bei Amsterdams Nationale Ballet eine beachtliche Karriere gemacht hat. Oder Violetta Keller, von Helsinki nach München gewechselt. Wenn sie auftritt, meint man, sie hätte nie woanders getanzt. Zudem steht die Herrenriege, die Laurent Hilaire seit seinem Amtsantritt Zug um Zug aufgebaut hat, derzeit ziemlich konkurrenzlos auf deutscher Flur. Das bestätigt auch der neue Dreiteiler „Waves and Circles“, die traditionell als Weihnachtspräsent angelieferte Produktion zum Jahresausklang.
