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21.01.2026
10:26 Uhr
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Als Verbündete der Amerikaner waren die Kurden weitgehend unabhängig, jetzt drängen die Truppen des syrischen Regimes sie immer weiter zurück. Davon könnte die Terrororganisation IS profitieren.

Vorgestern sicherten Soldaten der kurdisch geführten SDF noch die Zufahrt zum Gweiran-Gefängnis mit seinen dort inhaftierten mutmaßlichen IS-Kämpfern. (Foto: Baderkhan Ahmad/AP/dpa)
Die Kurden in Syrien werden immer weiter in die Ecke gedrängt. Nachdem Regierungstruppen die kurdischen Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) nach kurzen Kämpfen zuerst aus der nördlichen Metropole Aleppo und anschließend auch aus den Provinzen Raqqa und Deir ez-Zor vertrieben hatten, bleibt ihnen nur noch ihre Hochburg al-Hasaka. Damaskus setzte den SDF-Führern am Dienstagabend allerdings eine Frist von nur vier Tagen, sich der Zentralregierung vollständig unterzuordnen und alle Kämpfer in die Armee zu integrieren. Dem hatten sich die Kurden bisher erfolgreich widersetzt.
Syriens Präsident al-Scharaa wollte in Berlin um Investitionen werben, Kanzler Merz wollte mit ihm über die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland sprechen. Die Absage seines Besuchs zeigt, dass beide Ziele nicht leicht zu realisieren sein dürften.
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