SZ 16.01.2026
16:55 Uhr

(+) Syrer in Deutschland: Die Bundesregierung plant Abschiebungen im großen Stil


Beim umstrittenen Besuch des syrischen Übergangspräsidenten wird es auch um die Rückkehr Geflüchteter aus Deutschland gehen. Das Bundesamt für Migration hält die Lage in Syrien zwar für desolat, hat den Kurswechsel aber schon eingeleitet.

(+) Syrer in Deutschland: Die Bundesregierung plant Abschiebungen im großen Stil
Eine Familie auf einem Pick-up an einem von der syrischen Armee bewachten Kontrollpunkt östlich von Aleppo. (Foto: Omar Albam/AP)

Er gilt als Ex-Terrorist – nun wird er im Kanzleramt empfangen. Wenn Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa von Montag an Berlin besucht und am Dienstag zuerst auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und danach auf Kanzler Friedrich Merz (CDU) trifft, soll die Hauptstadt zur Hochsicherheitszone werden. Seit Tagen schon bereiten die Behörden die brisante Visite vor. Eingeladen hatte Merz den neuen Mann an der Spitze der syrischen Regierung bereits im Herbst. Die Bundesregierung sei „offen für eine Vertiefung und einen Neustart mit der neuen syrischen Regierung“, sagt ein Regierungssprecher. Ganz oben auf der Agenda der Regierung: die Zukunft Hunderttausender nach Deutschland geflüchteter Syrer – und ihre Rückkehr oder Abschiebung.

Im Wahlkampf hat die Bundesregierung einen Knallhartkurs in der Migration angekündigt. 2025 sanken die Asylzahlen nun tatsächlich. Eine Folge der neuen Regierungspolitik? Ein Realitätscheck.

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