SZ 07.12.2025
14:55 Uhr

(+) Staatsräson-Debatte: Nie wieder gut, nie wieder reich, nie wieder sicher


Auf einer Konferenz in Zürich stimmt die versammelte linke Intelligenz der Gegenwart den ganz großen Abgesang auf Deutschland an. Mit bestürzend fatalistischem Furor. Und jetzt?

(+) Staatsräson-Debatte: Nie wieder gut, nie wieder reich, nie wieder sicher
Die Schriftstellerin Eva Menasse (hier auf einer Veranstaltung 2024 in Berlin) gestand in Zürich eine „dumme Naivität“, wie sie sagte: „Ich habe an Deutschland geglaubt.“ (Foto: IMAGO/foto gezett)

Schon die Ankündigung hielt sich nicht zurück. „Die Nachkriegszeit ist endgültig zu Ende gegangen“, hieß es da. Die „Erfolgsgeschichte der BRD“, die „Wiedergutwerdung der Deutschen“, also die „ernsthafte Auseinandersetzung mit der eigenen Gewaltgeschichte“ via historischer Aufarbeitung, kritischem Diskurs und weltoffenen Kulturinstitutionen: vorbei. Ein für alle Mal.

Die rechte Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle gerät zum logistischen Durcheinander. Auch Überraschungsgast Alexander Gauland kann die Besucher nicht mit der langen Schlange vor dem Würstchenstand versöhnen. Ein Besuch.

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