SZ 04.03.2026
14:58 Uhr

(+) Spanien: Pedro Sánchez ist übers Ziel hinausgepoltert


Wenn der Regierungschef das Iran-Abenteuer nicht mitmachen will, ist dagegen nichts einzuwenden. Nur ist es auch kein Grund, seine Bündnispartner zu brüskieren.

(+) Spanien: Pedro Sánchez ist übers Ziel hinausgepoltert
Er macht keinen Hehl aus seiner grundsätzlich pazifistischen Haltung: Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Diego Radamés/Europa Press/dpa

In den fünf Jahrzehnten, in denen sich Spanien in eine moderne Demokratie verwandelt hat, waren wenige Ereignisse so einschneidend wie die islamistischen Bombenanschläge auf Madrider Vorortzüge im März 2004. Fast 200 Menschen verloren ihr Leben, 2000 wurden verletzt. In den Monaten zuvor hatte der konservative Premier José María Aznar sich kompromisslos an die Seite von US-Präsident George W. Bush gestellt und sich für einen Krieg gegen den Irak eingesetzt. Das hatte Spanien zum Ziel islamistischen Terrors gemacht.

Spaniens Premier Pedro Sánchez bekräftigt seine Ablehnung der Angriffe auf Iran. Seine kompromisslose Haltung bringt nicht nur US-Präsident Trump in Rage. Es droht auch ein Bündnistest für die EU.

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