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16.02.2026
10:10 Uhr
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Unter den Starsoziologen ist Hartmut Rosa der furchtlos lebensnahe Beobachter. Die Unfähigkeit zum Bürokratieabbau und der Videobeweis in der Fußballbundesliga sind für ihn Teil desselben Problems. Ein Gespräch über den übersehenen Urgrund unserer Krise.

Lehrt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena: Hartmut Rosa. (Foto: Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag)
In der Tradition der Kritischen Theorie Theodor W. Adornos und Max Horkheimers ist Hartmut Rosas Lebensthema die anhaltende Unversöhntheit des modernen Menschen mit der Welt, in der er lebt. Weil deren Beschleunigung die Erfahrung bedeutungsvoller, „resonanter“ zwischenmenschlicher Beziehungen so gut wie unmöglich gemacht hat. Seit seinen beiden bisherigen Hauptwerken „Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“ (2005) und „Resonanz – Eine Soziologie der Weltbeziehung“ (2016) gehört der Jenaer Soziologieprofessor zu den meistbeachteten Zeitdiagnostikern des Landes.
Die liberal-demokratische Intelligenz der Gegenwart verzweifelt an dieser Frage. Die Ratlosigkeit dürfte auf einem groben Missverständnis darüber beruhen, was uns wirklich antreibt.
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