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09.02.2026
20:50 Uhr
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Große Überraschung im Skispringen: Philipp Raimund hat noch nie ein Weltcupspringen gewonnen – doch jetzt holt er sich den Olympiasieg.

Philipp Raimund gewinnt überraschend Gold. (Foto: Maddie Meyer/Getty Images)
Skispringer Philipp Raimund hat das Wunder von Predazzo geschafft und überraschend Olympia-Gold im Wettkampf auf der Normalschanze geholt. Der 25 Jahre alte Oberstdorfer, der ohne Weltcupsieg in seiner Karriere nach Val di Fiemme gereist war, setzte sich vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie dem Japaner Ren Nikaido und dem Schweizer Gregor Deschwanden durch, die beide Bronze holten.
„Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich bin so, so stolz drauf. Jetzt bin ich Olympiasieger, das ist unglaublich“, sagte Raimund in der ARD und fügte hinzu: „Noch keinen einzigen Weltcup gewonnen und dann auf der größten Bühne oben zu stehen, das ist unglaublich.“
Von Nika Prevc hatten alle Gold erwartet, doch der Druck war zu groß. So überrascht die Norwegerin Anna Odine Stroem, während für das deutsche Team eine beeindruckende Serie endet.
Mit Flügen auf 102,0 und 106,5 Meter wurde Raimund fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang zum fünften deutschen Olympiasieger im Skispringen. Zuvor hatten die DDR-Springer Helmut Recknagel (1960), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984 und 1994) gesiegt. Bei den Frauen hatte Carina Voigt 2014 in Sotschi triumphiert.
Nach einem packenden Wettkampf bei schwierigen Bedingungen lag der nervenstarke Raimund, der schon nach dem ersten Durchgang geführt hatte, letztlich mit 274,1 Punkten umgerechnet knapp zwei Meter vor Tomasiak. Für die deutschen Skispringer war es nach einer bis dahin holprigen und sieglosen Saison ein kaum für möglich gehaltener Triumph.
116 Entscheidungen stehen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina an. Der Medaillenspiegel mit allen Olympiasiegern und den deutschen Medaillen im Überblick.
Zweitbester DSV-Springer war Felix Hoffmann auf Platz 13, Pius Paschke landete auf dem 17. Rang. Wellinger, der am 10. Februar 2018 in einer eiskalten südkoreanischen Nacht zu Normalschanzen-Gold geflogen war, musste sich mit dem 23. Platz begnügen.
Gleich am Dienstag (18.45 Uhr/ZDF und Eurosport) hat Raimund mit dem deutschen Mixed-Team die nächste Medaillenchance.
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