SZ 16.02.2026
13:15 Uhr

(+) Ski alpin bei Olympia: Die geteilten Ski-Wettbewerbe sind ein Makel dieser Spiele


Die Stelvio in Bormio war ein würdiger Ort für Abfahrt und Super-G, jedoch ein „Babyhang“ für die Slalom-Disziplinen. Weil ganz Norditalien partizipieren sollte, wurde nicht die besser geeignete Tofana erwählt.

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Auf dem „Babyhang“ in Richtung Ziel: Der Schweizer Loic Meillard auf der Stelvio in Bormio. (Foto: Christian Hartmann/REUTERS)

Niemand will der Stelvio zu nahe treten, sie kann gar nichts dafür. Was will man auch dem Berg die Schuld daran geben, dass er sich über Millionen Jahre nicht besser geformt hat, zu einem würdigen Schauplatz für Olympische Winterspiele? Würdig ist die Strecke in Bormio gewiss – für eine Abfahrt und einen Super-G. Für die schnellen Bewerbe im Skisport bietet sie eine fantastische Bühne, mit ihrem steilen Einstieg, den Sprüngen und Wellen, der allgegenwärtigen Gefahr. Aber sie ist eben nicht geeignet für olympische Riesenslalom- und Slalomläufe, die sich im flachen Schlussteil der Stelvio angefühlt haben wie Kinderrennen für Erwachsene.

Lucas Pinheiro Braathen war nach seiner Lossagung vom norwegischen Verband zum Erfolg verdammt, um nicht als Kunstfigur zu gelten. Mit Gold im Riesenslalom erlöst sich der schillernde 25-Jährige selbst.

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