Eine kleine Runde drehte Emma Aicher im Ziel, um zum Halten zu kommen, und noch bevor sie abgeschwungen hatte, lag ihr schon Kira Weidle-Winkelmann in den Armen. Einen wilden Tanz durch die Tore hatte Aicher absolviert, mit fliegendem Zopf, den Schal zwischen den Lippen, war sie die Piste hinabgedonnert. Der Rückstand von 0,7 Sekunden, den ihr die Gefährtin am Start mitgegeben hatte, stob dahin wie Pulverschnee. Nur zwei Tage nach dem zweiten Platz in der Olympiaabfahrt in Cortina d’Ampezzo hat Emma Aicher am Dienstag auf der Tofana ihre zweite Silbermedaille gewonnen, diesmal als Slalomfahrerin im Duett mit Weidle-Winkelmann, die in der alpinen Kombination die Abfahrt übernommen hatte.
