SZ 16.12.2025
15:54 Uhr

(+) Sicherheitsgarantien für die Ukraine: Das deutsche Versprechen an Kiew ist noch vage


Kanzler Merz und seine Gäste stellen beim Berlin-Gipfel europäische Friedenstruppen einer Koalition der Willigen in Aussicht. Doch wie willig ist Deutschland?

(+) Sicherheitsgarantien für die Ukraine: Das deutsche Versprechen an Kiew ist noch vage
Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij am Montagabend im Kanzleramt. (Foto: Nadja Wohlleben/Getty)

Die Erklärung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die europäischen Gäste seines Ukraine-Gipfels am Montagabend verabschiedet haben, verspricht auf drei Seiten vergleichsweise „robuste Sicherheitsgarantien und Unterstützungsmaßnahmen“ für das von Russland überfallene Land. Wer sich am Tag danach im Berliner Regierungsviertel nach der in dem Dokument erwähnten multinationalen Truppe erkundigte, wurde allerdings zumeist auf ein einzelnes Wörtchen hingewiesen: das Hilfsverb „würde“. Eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges „würde folgende Zusagen beinhalten“, stehe doch in der Erklärung. Soll heißen: Die Frage nach dem deutschen Beitrag zu einer solchen Truppe stellt sich noch gar nicht.

Bei den Verhandlungen in Berlin steht Europa an der Seite der Ukraine. Denn Trumps Männer sind keine Verbündeten mehr. Es sind Leute, vor denen Merz den ukrainischen Präsidenten gern schützen würde.

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