SZ 02.01.2026
16:05 Uhr

(+) Schweiz: Behörden halten Kerzen oder Pyrotechnik als Brandursache für wahrscheinlich


Mittlerweile hat die Polizei fast alle der 119 Verletzten identifiziert. Der Großteil komme aus der Schweiz, etwa ein Dutzend jeweils aus den Nachbarländern Frankreich und Italien. Die Identifizierung der 40 Todesopfer ist noch nicht abgeschlossen.

(+) Schweiz: Behörden halten Kerzen oder Pyrotechnik als Brandursache für wahrscheinlich
Die Bar „Le Constellation“ war nach Angaben von Anwohnern von Crans-Montana besonders bei Teenagern beliebt. (Foto: Stephanie Lecocq/REUTERS)

Die Schweizer Behörden gehen von Kerzen oder Pyrotechnik als Ursache für den Brand in einer Bar im Skiort Crans-Montana aus. „Alles deutet darauf hin, dass das Feuer von glühenden Kerzen oder bengalischen Feuern ausging, die auf Champagnerflaschen gestellt wurden“, sagte die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bei einer Pressekonferenz. Diese seien dann zu nah an die Decke geführt worden.

Zu dem Ergebnis seien die Ermittler nach der Auswertung von Videos, der Vernehmung mehrerer Zeuge sowie der Sicherung erster Spuren gekommen. „Es wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird“, sagte die Generalstaatsanwältin. Das wäre der Fall, wenn es eine Verantwortung noch lebender Personen gebe.

In der Silvesternacht waren bei einer Brandkatastrophe mit Hunderten zumeist jungen Feierenden 40 Menschen ums Leben gekommen, 119 weitere wurden verletzt. Etwa 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden. Die meisten Schwerverletzten sind zwischen 16 und 26 Jahre alt.

Mittlerweile seien von den 119 Verletzten 113 identifiziert, sagt Frédéric Gisler, Kommandant der Kantonspolizei Wallis. Der Großteil der Opfer komme aus der Schweiz, etwa ein Dutzend jeweils aus den Nachbarländern Frankreich und Italien. Oberste Priorität habe für die Polizei die Identifikation der 40 Verstorbenen.

Nach dem Inferno in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana herrscht Fassungslosigkeit. Unter den 40 Toten sind vermutlich besonders viele junge Menschen. In dem Bergdorf fragt man sich: Wieso mussten in der Silvesternacht Dutzende beim Feiern sterben?

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