|
05.02.2026
16:57 Uhr
|
Bundeskanzler Friedrich Merz besucht Saudi-Arabien und die Vereinigten Emirate. Ihre Herrscher waren enge Vertraute, bis ein Streit eskalierte. Was dahinter steckt – und warum der Konflikt die arabische Welt spalten könnte.

In Jemen haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Emirate in den Huthi zwar denselben Feind, aber andere Ziele: Szene nach einem Anschlag auf Regierungstruppen in Aden Ende Januar. (Foto: AFP)
Erst kam das Öl, dann der Tourismus, dann investierten viele arabische Länder am Golf in Fluglinien. In den vergangenen Jahren ist ein neues Geschäftsmodell dazugekommen: die Vermittlerrolle in Konflikten. Katar verhandelt zwischen Israel und der Hamas, Saudi-Arabien zwischen Russland, den USA und der Ukraine. Der Oman versucht zwischen Iran und den USA zu vermitteln und die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Eritrea und Äthiopien. Ganz selbstlos passiert das nicht, es geht um nationale Interessen und für Länder wie Saudi-Arabien auch um einen globalen Führungsanspruch. Mehr als 30 Vermittlungsversuche haben die Golfstaaten in den vergangenen zwei Jahrzehnten unternommen. Jetzt bräuchten sie selbst Hilfe für den derzeit eskalierenden Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Emiraten.
Die Zeiten, in denen sich Deutschland Skrupel genehmigte, sind vorbei. Zum ersten Mal bereist der Bundeskanzler Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Umgeben von sagenhaftem Reichtum will er Geschäfte machen.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: