SZ 14.01.2026
12:45 Uhr

(+) Satire: Und immer wieder Hitler


Obdachlose, Juden, trans Frauen, Migranten und Rollstuhlfahrer: Das neue Programm der Kabarettistin Lisa Eckhart ist rührend inklusiv. Nur den Humor hat sie vergessen.

(+) Satire: Und immer wieder Hitler
Zwinker, zwinker, bitte aufregen: Lisa Eckhart. (Foto: Axel Heimken/picture alliance/dpa)

Sadomaso, Hitler, Analsex, Gestapo, Sperma, Stalingrad. Für die Kabarettistin Lisa Eckhart ist es erst dann ein guter Abend. Natürlich muss auch die Kleidung dazu passen. Ein Dienstagabend im Haus Auensee, Leipzig. Eckhart betritt die Bühne in einer Uniform aus engem Leder. Die Nazi-Domina-Ästhetik erscheint bleiern alternativlos für eine Künstlerin, die sich das Zufügen von Schmerz zur Karriereaufgabe gemacht hat. Ihr neues Programm ist durchzogen von einer niederschmetternden Traurig- und Gestrigkeit, die schon der Name verrät: „Ich war mal wer“.

In Leipzig biedert sich Lisa Eckhart einem begeisterten Publikum an. Das ist schnell erwartbar - und eine gute Lektion für Wessis.

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