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28.01.2026
10:21 Uhr
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Sven Schulze folgt auf Reiner Haseloff: Die Koalition aus CDU, SPD und FDP vollzieht wie geplant den Wechsel an ihrer Spitze. Dabei erhält der Kandidat mehr Stimmen, als die Koalition Sitze hat.

Der CDU-Politiker und bisherige Wirtschaftsminister Sven Schulze ist in Sachsen-Anhalt zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Damit hat die schwarz-rot-gelbe Koalition in Magdeburg wie geplant den Wechsel an ihrer Spitze vollzogen. Schulze löst seinen Vorgänger Reiner Haseloff (CDU) ab, der sein Amt vorzeitig zur Verfügung gestellt hatte. Vertreter von CDU, SPD und FDP hatten sich im Vorfeld zuversichtlich gezeigt, dass ein Wahlgang dafür im Parlament ausreicht. Im Anschluss an die Wahl wurde Schulze direkt als Ministerpräsident vereidigt.
In seiner anschließenden Rede dankte Schulz der Koalition und auch den Abgeordneten aus der Opposition für das starke Wahlergebnis. Er dankte auch seinem Vorgänger Haseloff dafür, das er dem Land als Ministerpräsident „viele Erfolge“ beschert habe. Den Menschen im Land versprach er. „Sie können sich auf den neuen Ministerpräsidenten, Sie können sich auf Sven Schulze verlassen.“
Landtagspräsident Gunnar Schnellinger zufolge erreichte Schulze 58 von 97 abgegebenen Stimmen, also zwei Stimmen mehr, als die Koalition Sitze hat. Für die Wahl im Landtag waren mindestens 49 Ja-Stimmen nötig. CDU-Landeschef Schulze möchte das schwarz-rot-gelbe Bündnis fortsetzen. Der 71-jährige Haseloff will Schulze mit seinem Rückzug ermöglichen, als Regierungschef und nicht nur als CDU-Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 6. September zu gehen. Die CDU steht wegen hoher Umfragewerte der AfD enorm unter Druck.
Acht Monate vor der Landtagswahl sind sich CDU, FDP und SPD in Sachsen-Anhalt einig: Sven Schulze soll Reiner Haseloff in der Staatskanzlei ablösen. Der wird auf seine Weise trotzdem weiter mitmischen.
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