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25.01.2026
16:56 Uhr
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Die Deutungen nach dem zweiten tödlichen Vorfall in Minneapolis laufen auf Hochtouren. Klar ist: Eine Seite lügt.

„Auf den Punkt“ – der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung. (Foto: SZ)
Nach den zweiten tödlichen Schüssen bei einem Einsatz von US-Bundesbeamten in Minneapolis wächst die Empörung über das Weiße Haus. Die Eltern des erschossenen US-Bürgers Alex Pretti werfen den Einsatzkräften vor, ihren Sohn ohne Grund getötet zu haben. „Die abscheulichen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und widerwärtig“, heißt es in einer Stellungnahme der Familie. „Alex hält eindeutig keine Waffe in der Hand, als er von Trumps mordenden und feigen ICE-Gangstern angegriffen wird.“ Ihr nicht vorbestrafter Sohn habe lediglich versucht, eine von einem Beamten zu Boden gebrachte Frau zu schützen, dabei ein Handy in der Hand gehalten und sei mit Pfefferspray besprüht worden, bevor die Schüsse fielen. Die Wahrheit müsse ans Licht gebracht werden.
Das Heimatschutzministerium stellt den Fall hingegen als Notwehr dar. Trumps einflussreicher Vize-Stabschef Stephen Miller bezeichnete Pretti gar als „inländischen Terroristen“. Für US-Korrespondentin Charlotte Walser sieht das jedoch „wie eine Hinrichtung“ aus. Letztendlich müsse das aber ein Gericht bewerten und entscheiden. Bislang aber gebe es keine Anzeichen dafür, dass Pretti eine Gefahr dargestellt habe. Doch in den USA würden inzwischen beide Seiten nur noch in ihren Informationsblasen leben und jeweils das sehen, was zu ihren Überzeugungen passt.
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Eine Reportage meines Kollegen Peter Burghardt aus Minneapolis lesen Sie hier.
Hier finden Sie einen Liveticker über die Ereignisse in den USA.
Und hier einen Kommentar zu dem Vorfall von Charlotte Walser.
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