SZ 25.11.2025
05:38 Uhr

(+) Russland und die AfD: War da irgendwas?


AfD-Politiker reisen zu einer Konferenz nach Sotschi, ein Abgeordneter redet in russischen Medien Putin nach dem Mund  – angeblich strenge Auflagen der Fraktion sollen dabei missachtet worden sein. Doch die Parteispitze hält sich bedeckt.

(+) Russland und die AfD: War da irgendwas?
Sie versuchen, das Thema der Kontakte von AfD-Politikern nach Russland möglichst kleinzuhalten: die Parteivorsitzenden Alice Weidel and Tino Chrupalla. (Foto: Liesa Johannssen/REUTERS)

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es liefe gerade ganz gut für die AfD. Am vergangenen Freitag veröffentlichte das ZDF die neuen Zahlen seines Politbarometers. Darin liegt die in weiten Teilen rechtsextreme Partei bei 27 Prozent, gleichauf mit der Union. Mit der Affäre rund um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sie zudem ein Thema, mit dem sie die Bundesregierung angreifen kann. Und dann steht am kommenden Wochenende ja auch noch die Neugründung der parteieigenen Jugendorganisation an. Aus Sicht der AfD soll das ein weiterer Schritt der Professionalisierung werden, sie will ihren Nachwuchs, der gerne noch radikaler und provokanter auftrat als die AfD selbst, enger an die Mutterpartei binden. Und damit an der eigenen Außenwirkung arbeiten.

Der Streit darüber, wie es die Partei mit Moskau halten soll, eskaliert bis in die Führung hinein – und der Kreml freut sich, dass Co-Chef Chrupalla die russische Sicht ins deutsche Fernsehen trägt.

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