SZ 30.12.2025
10:10 Uhr

(+) Russland-Sanktionen: Ein Oligarch kauft sich frei


Der von der EU sanktionierte Russe Alischer Usmanow soll eingefrorene Vermögen hierzulande nicht gemeldet und damit gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben. Nach mehr als dreijährigen Ermittlungen stellt die Staatsanwaltschaft München das Verfahren gegen eine Millionenzahlung ein.

(+) Russland-Sanktionen: Ein Oligarch kauft sich frei
Der russische Oligarch Alischer Usmanow, hier 2019 in Moskau. (Foto: Alexei Nikolsky/Imago/ITAR-TASS)

Mit Geld kann man vieles kaufen. Villen an malerischen Orten, Yachten so teuer wie der Jahresetat einer Kreisstadt – und manchmal eben auch die Freiheit. Das Vermögen des russischen Oligarchen Alischer Usmanow, der sich heute lieber als usbekischer Philanthrop bezeichnet, wurde vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes in diesem Jahr auf fast 16 Milliarden Dollar taxiert. Was ist da schon ein zweistelliger Millionenbetrag für die Hoffnung, eines Tages, wenn der Krieg seines mutmaßlichen Freundes Wladimir Putin gegen die Ukraine vorbei sein sollte, wieder in sein geliebtes Bayern einreisen zu können? Ohne Angst haben zu müssen, dass gleich die Handschellen klicken? Usmanow will offenbar zurück in das Idyll rund um den Tegernsee, das ihn angeblich so an seine Heimat erinnert. Und wo er vor dem Krieg viel Zeit verbrachte, in einem mehrere Millionen Euro teuren Anwesen in Rottach-Egern direkt am See.

Sanktionen konnten Russlands Kriegswirtschaft nicht ausbremsen, im Gegenteil. Was Europa jetzt tun muss, um den Kreml da zu treffen, wo es schmerzt: beim Geld.

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