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04.10.2026
07:44 Uhr
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Vor einem Monat hatte die Bundesregierung entschieden, dass das russische Kulturzentrum geschlossen werden soll. Dennoch läuft der Betrieb in Teilen weiter. Wie lange noch?

Das Russische Haus hat seinen Sitz in der Friedrichstraße, im Herzen von Berlin.
Ludwig Nikulski
Das Russische Haus hat geöffnet. An der Sicherheitsschleuse sitzt ein Mann vor seinem Laptop und nimmt kaum Notiz von den Besuchern, die den großen Sichtbetonbau in der Berliner Friedrichstraße betreten. In der düsteren großen Halle ist es still, nur sehr vereinzelt begegnet man Menschen. In der Kantine im ersten Stock wartet eine Frau auf Kundschaft. An Holztischen können Pelmeni und Wareniki, russische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, verzehrt werden. Bezahlt wird ausschließlich bar. Nebenan in der Buchhandlung werden russische Krimis, Kinderbücher und historische Literatur verkauft. Der Betrieb steht, obwohl die Bundesregierung das will, nicht ganz still.
Nach dem Beinahe-Anschlag von Leipzig wächst der Druck auf die Regierung, das Russische Haus zu schließen. Doch die unternimmt nichts. Politiker von CDU, SPD, FDP und Grünen fordern vehement ein Einschreiten.
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