SZ 06.08.2026
12:00 Uhr

(+) Russisches Haus in Berlin: Russland nutzt Kulturaustausch als Deckmantel zur Spionage


Das Russische Haus in Berlin fördert offiziell den kulturellen Austausch. Informationen aus Frankreich legen nahe: Der Kreml setzt es auch für ganz andere Zwecke ein. Warum schließt es die Bundesregierung nicht?

(+) Russisches Haus in Berlin: Russland nutzt Kulturaustausch als Deckmantel zur Spionage
Die Einrichtung präsentiert sich selbst als Stätte der Hochkultur für Deutsche und für Russen, die in Deutschland leben. Jürgen Ritter/IMAGO

Das Programm des Russischen Hauses in der Berliner Friedrichstraße klingt harmlos. Als erste Veranstaltung nach der Sommerpause steht ein „Pianoabend der Virtuosität und Leidenschaft“ mit dem Berliner Musiker Mark Ehrenfried auf dem Spielplan. Mit Werken von Bach, Händel, Mozart, Liszt und Aljabjew. Zwei Wochen später folgt „Tschaikowskis Hoffnung“: eine Lesung von Briefen, die sich der Komponist Ende des 19. Jahrhunderts mit Nadeschda von Meck schrieb – mit musikalischer Untermalung. Hochkultur für ein breit interessiertes Publikum, so klingt es.

Dutzende Flugobjekte werden über Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet, Polizeistationen attackiert, Brandanschläge gegen die kritische Infrastruktur verübt: Steht München im Visier von russischen Agenten? Eine Chronologie verdächtiger Vorfälle.

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