SZ 12.01.2026
15:35 Uhr

(+) Rohstoff-Diplomatie: Der Minister, die Seltenen Erden und ein Dilemma


Vizekanzler Lars Klingbeil ist extra nach Washington geflogen, um den Zugang zu Rohstoffen für die deutsche Industrie zu sichern. Doch die US-Pläne sind für Deutschland riskant.

(+) Rohstoff-Diplomatie: Der Minister, die Seltenen Erden und ein Dilemma

Es war eine ungewöhnliche Einladung. Der US-Finanzminister Scott Bessent hat zehn Kollegen nach Washington gerufen, für diplomatische Verhältnisse recht spontan. Der Amerikaner will darüber reden, wie man bei Seltenen Erden und ähnlichen Rohstoffen unabhängig von China werden könnte. Für Deutschland dabei: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Sein Ministerium ist im Kabinett eigentlich nicht mit Seltenen Erden und dem Welthandel befasst, aber als Vizekanzler sieht sich der SPD-Chef im Zweifel für alles zuständig.

Jetzt reist Außenminister Wadephul also wirklich nach China, und er wird ein Land erleben, das vor Selbstbewusstsein strotzt. In Peking wissen sie: Die deutsche Politik will zwar unabhängiger werden, aber die deutsche Wirtschaft? Ach was.

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