|
16.01.2026
16:41 Uhr
|
In Sachsen-Anhalt haben Forscher Marschlager aus dem dritten Jahrhundert entdeckt. Lange nach der Varusschlacht stießen die Legionäre demnach viel weiter in den Nordosten vor als gedacht.

Ausgrabung in Aken: In der Erde ist das Profil des römischen Spitzgrabens gut zu erkennen. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Thomas Koiki.)
Anfangs sei er fast enttäuscht gewesen, sagt Harald Meller. Seit Langem schon suche er nach Spuren jener römischen Legionen, die einst unter Kaiser Augustus versucht hatten, die germanischen Stämme rechts des Rheins zu unterwerfen, erzählt der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt. Aus alten Berichten ist bekannt, dass Feldherren wie Drusus und Ahenobarbus in den Jahren um Christi Geburt bis an Saale und Elbe marschierten. Auch römische Münzen und eiserne Schuhnägel wurden in der Gegend gefunden. Aber warum gab es keine Reste von römischen Bauwerken? Irgendwo mussten die Legionen doch gelagert haben. Nur wo?
Das Römische Reich verfügte über 300 000 Kilometer Fernstraßen. Doch eine Karte hatten Reisende nicht. Wie fanden sie sich zurecht?
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: